Proteine, häufig auch als Eiweiße bezeichnet, stellen die Strukturbausteine der Zellen und des Körpergewebes dar. Sie sind maßgeblich am Aufbau der Muskulatur und des Haut- und Haargewebes beteiligt. Bei der Verdauung werden Proteine in die teilweise essentiellen Aminosäuren zerlegt, die als notwendiger Bestandteil in die kollagenen Gewebsfasern eingehen. Außerdem spielen Proteine für den Muskelaufbau, für die Hormonproduktion, die Enzymsynthese sowie den Aufbau und die Funktion des Immunsystems eine wichtige
|
Rolle. Kein Wunder also, dass ein leistungsfähiger Organismus, aber auch ein straffes Bindegewebe und eine elastische Haut von einer ausreichenden Eiweißaufnahme über die Nahrung abhängen. Doch einseitige, fett- und fleischarme Ernährungsgewohnheiten, insbesondere vermeintlich figurbewußte Diäten führen oft zu einer Unterversorgung mit dem lebenswichtigen Körperbaustein. Der Organismus versucht den Mangel auszugleichen, indem er auf seine eigenen Proteinreserven zurückgreift. Wird die Proteinunterversorgung zum Dauerzustand, sind die Folgen deshalb drastisch: Bingewebe und Haut verlieren ihre Elastizität und werden schlaff und faltig. Muskelmasse wird abgebaut und Haltungsverfall stellt sich ein. Konstant eiweißarme Ernährung führt so in der Summe zu einer unverhältnismäßig frühen Alterung. Doch solche Prozesse lassen sich zum Glück wieder umkehren und teilweise sogar rückgängig machen. Wird dem Körper wieder genügend Eiweiß über die Ernährung geboten, kann der Abbau gestoppt und sogar Reparaturvorgänge in der Haut und im Bindegewebe angekurbelt werden. Um einen Eiweißmangel erst gar nicht aufkommen zu lassen, sollte man täglich ein Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht über die Nahrung zuführen. Als Faustregel gilt hier: Ein Drittel des Eiweißbedarfs aus tierischer, zwei Drittel aus pflanzlicher Quelle. Gute Eiweißlieferanten sind Fisch, mageres Fleisch, Eier, Milchprodukte, Sojaprodukte, Nüsse und Hülsenfrüchte. Möchte man auf Nummer sicher gehen und den täglichen Eiweißbedarf vollständig abdecken, empfiehlt es sich zusätzlich, auf speziell für die Bedürfnisse von Haut und Bindegwebe entwickelte Eiweißergänzungspräparate zurückzugreifen.
|