Ernährung

Schönheitsnahrung für die Haut

Hautpflege beginnt mit der Ernährung. Denn die Haut will nicht nur von außen gepflegt, sondern auch von innen ernährt werden. Genau wie jedes andere Organ auch wird die Haut nämlich zuallererst von innen her versorgt. Auch die die beste Crème kann deshalb einen ernährungsbedingten Mangel der Haut nicht ausgleichen.
Die richtigen Fettsäuren und Kohlenhydrate, genügend Eiweiß, Schutzstoffe und viel Flüssigkeit - so lassen sich die Bedürfnisse der Haut zusammenfassen. Mit einem




Ernährungsprogramm, das keinen dieser fünf Punkte zu kurz kommen lässt, können Sie erfolgreich dafür sorgen, dass sich Ihre Haut gesund, schön und jung erhält.


1. Achten Sie auf die richtigen Fettsäuren

Fette sind mehr als bloße Energieträger. Über die enthaltenen Fettsäuren nehmen sie unter anderem erheblichen Einfluss auf das Immunsystem und das Entzündungsgeschehen im Körper. Für die Haut ist dies von erheblicher Bedeutung, konnten neuere Forschungen doch die Hautalterung an unterschwelligen chronischen Entzündungsprozessen im Hautinneren festmachen. Mit den richtigen Fettsäuren kann man solchen entzündlichen Vorgängen vorbeugen und die Haut lange gesund und jung erhalten. Umgekehrt beschleunigen bestimmte entzündungsfördernde Fettsäuren die Hautalterung und schwächen das hauteigene Immunsystem.
Insbesondere die tierische Arachidonsäure wird, in größeren Mengen genossen, schnell zur Ursache früher Falten. Besonders viel Arachidonsäure enthalten Schweinefleisch, Schweineschmalz, fettes Fleisch und Wurst. Auf diese Lebensmittel sollte man deshalb lieber ganz verzichten und auch die Arachidonsäurezufuhr aus anderen Nahrungsmitteln tierischer Quelle auf 200 Gramm pro Tag begrenzen.
Doch auch bei den scheinbar ausnahmslos gesunden Pflanzenölen lohnt sich ein Blick auf die enthaltenen Fettsäuren. Denn Omega-6-Fettsäuren wie sie in Sonnenblumen-, Maiskeim- und Distelöl und Margarine zu finden sind, wirken ebenso entzündungs- und faltenfördernd.
Was die Haut von innen pflegt und jung erhält, sind dagegen die entzündungshemmenden Omega-3-Fettsäuren. Unter den Pflanzenölen zeichnen sich vor allem Raps-, Lein- und Walnussöl durch einen hohen Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aus. Diese hochwertigen Pflanzenöle sollten in Zukunft einen festen Platz in Ihrer täglichen Ernährung einnehmen. Sie dürfen allerdings nicht stark erhitzt werden, weshalb sich zum Braten eher neutrale Fette wie Olivenöl oder Butter eignen.
Die beste Quelle für Omega-3-Fettsäuren bilden schließlich fette Fische wie Makrele, Lachs, Hering oder Thunfisch. Solche Fischgerichte (leckere Fischrezepte finden Sie hier) sollten zweimal in der Woche auf Ihrem Speiseplan stehen. Vegetarier können ihren Omega-3-Fettsäurebadarf auch über Nahrungsergänzungsmittel decken, sollten diese aber mit 100 mg Vitamin E pro Tag kombinieren.
Da Omega-3-Fettsäuren blutverdünnend wirken, sollte die parallele Einnahme blutverdünnender Medikamente und Omega-3-Fettsäure haltiger Ergänzungen mit einem Arzt abgesprochen werden.


2. Greifen Sie zu langsam verfügbaren Kohlenhydrat

Kohlenhydrate fungieren als Energielieferanten und bilden einen wichtigen Teil der Ernährung. Chemisch gesehen sind sie einfach Zucker, doch Zucker ist nicht gleich Zucker. Schnell verfügbare Kohlenhydrate setzen nach der Verdauung nämlich eine hohe Glukosemenge frei und lassen den Blutzuckerspiegel plötzlich anschnellen. Ein auf Dauer überhöhter Glucose- und Insulinspiegel überlastet aber die Bauchspeicheldrüse und führt zu Bluthochdruck, Diabetes und vorzeitiger Alterung. Langsam verfügbare Kohlenhydrate werden dagegen sehr viel schonender vom Organismus nutzbar gemacht. Gemessen wird die freigesetzte Glukosemenge mittels des glykämischen Index. Schnell verfügbare Kohlenhydrate mit hohem glykämischen Index sind alle weißmehlhaltigen Nahrungsmittel und Backwaren. Wenn Sie solche Nahrungsmittel durch Vollkornprodukte mit niedrigem glykämischen Index ersetzen und weitgehend auf Süßigkeiten und zuckerhaltige Getränke verzichten, schonen Sie nicht nur Ihren Organismus, sondern erweisen auch Ihrer Haut einen großen Dienst.


3. Schützen Sie sich vor freien Radikalen

Freie Radikale sind aggressive Moleküle, die das Körpergewebe in oxidativen Stress versetzen und Zellverbindungen schädigen und zerstören. Sie bilden eine der Hauptursachen frühzeitiger Hautalterung. Aus dem Weg gehen kann man den freien Radikalen zwar nicht, doch es gibt Schutzstoffe, mit denen man ihre schädigende Wirkung neutralisieren kann. Solche sogenannten Antioxidantien sind vor allem in Gemüse und Obst, aber auch Gewürzen wie Zimt, Curcuma, Ingwer, Salbei und Rosmarin, sowie in Getränken wie grünem und schwarzem Tee und Rotwein enthalten. Nehmen wir über die Nahrung konsequent viele Antioxidantien auf, können wir einen regelrechten Schutzschild gegen die freien Radikalen ausbilden.
Die antioxidative Wirksamkeit eines Lebensmittels wird als “Trolox equivalent antioxidant capacity” (TEAC) bezeichnet und kann am TEAC-Wert gemessen werden, nach dem auch die sogenannten Trolox-Einheiten vergeben werden. Besonders viele Trolox-Einheiten finden sich etwa in roten Beerenfrüchten. Um seine Haut optimal zu schützen sind täglich 8000 Trolox-Einheiten notwendig. Ein Drittel dieses Bedarfs sollte man über Gemüse und Obst zu sich nehmen, die restlichen zwei Drittel kann man gut mit Getränken wie ungesüßten Beerensäften, Tee und ab und an einem Glas Rotwein decken. Allerdings sollte man bedenken, dass der TEAC-Wert von unbehandeltem und frischem Obst und Gemüse um einiges höher ist als der der gespritzten Varianten, und auch durch lange Garzeiten erheblich abnehmen kann.


4. Nehmen Sie genug Eiweiß zu sich

Eiweiße stellen die Strukturproteine unseres Organismus dar und sind maßgeblich am Aufbau der collagenen Fasern von Hautgewebe, Muskulatur, Sehnen und Haaren beteiligt. Sie sorgen also für ein elastisches Bindegwebe und eine straffe und jugendliche Haut. Wer mit einer vermeintlich figurbewußten Ernährung und einseitigen Diäten dem Körper auf Dauer zu wenig Eiweiß zuführt, muss deshalb mit einer vorzeitigen Alterung des ganzen Organismus und insbesondere der Haut rechnen. Stellen Sie also sicher, dass Sie Ihren täglichen Eiweißbedarf von einem Gramm Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht nicht unterschreiten. Eiweiße aus tierischer Quelle sollten dabei ein Drittel des Bedarfs ausmachen und aus magerem Fleisch, Fisch und Wild bezogen werden. Pflanzliche Eiweißlieferanten sind alle Sojaprodukte und Hülsenfrüchte.


5. Lassen Sie keinen Flüssigkeitsmangel entstehen

Ganze 60 bis 70 Prozent macht der Wasseranteil unseres Körpers aus. Kein Wunder also, wenn auch die Haut auf Flüssigkeitsmangel empfindlich reagiert. Wer zu wenig trinkt, muss mit Trockenheitsfältchen und Elastizitätsverlust rechnen. Achten Sie deshalb darauf, täglich mindestens zwei Liter Flüssigkeit in Form von Mineralwasser, Tee und ungezuckerten Beerensäften zu sich zu nehmen.





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Montag, 19. Dezember 2011


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